Der Wörthersee im Juli ist ein Motorboot mit Parkproblem. Wir notieren ihn und fahren weiter. Millstätter See, Ossiacher See, weiter westlich der Weißensee, wenn die Straße offen ist und man keine Eile hat.
Höhenunterschiede, die der Wörthersee nicht kennt. Kälteres Wasser, weniger Plakatwand. Die Villacher Alpenstraße ist eine eigene Entscheidung: Maut, Ausblick, Reisebus. Wir nehmen sie, wenn das Wetter hält. Sonst bleiben die Uferstraßen — das genügt oft.
Anfahrt ab Wien ist lang. Wer am Freitagnachmittag startet, fährt im Stau der anderen. Donnerstagabend, Übernachtung irgendwo vor dem Loibl, Freitag die Seen. Das ist die einzige Reihenfolge, die wir empfehlen.
Was wir lassen
Die Uferpromenade als Rennstrecke. Das Foto vom selben Steg, den schon zwanzig Wagen vor einem ansteuerten. Die Idee, Kärnten „mitzunehmen“, als wäre es eine Lage im Koffer.
Was wir halten
Ein See am Morgen, bevor die Motorboote wach sind. Eine Straße ohne Seeblick, die trotzdem zur Linie gehört. Ein früher Abbruch, wenn der Verkehr die Strecke auffrisst.
Saison und Reifen
Mai und September sind die Monate, in denen Kärnten noch eine Straße ist und nicht nur ein Betrieb. Juli und August verlangen Wochentage und Disziplin. Winterreifen gelten nach Kalender und nach Höhe, nicht nach dem Gefühl in Klagenfurt.
Maut für Sonderstrecken extra, Vignette extra. Wer das vergisst, zahlt den See zweimal und sieht ihn trotzdem schlecht.