Eine Linie, die wir halten: Traunsee, dann ins Almtal, nicht direkt nach Hallstatt. Hallstatt ist ein Halt für Fußgänger mit Zeit, kein Ziel für ein Auto mit Wiener Kennzeichen um vierzehn Uhr. Wer trotzdem hinwill, parkt außerhalb und geht. Die Straße durch den Ort ist ein Nadelöhr, kein Panorama.
Der Wolfgangsee verträgt mehr Verkehr, als man ihm zutraut, wenn man die B158 nicht zur Rennstrecke macht. St. Gilgen um neun ist ein Ort. St. Gilgen um zwölf ist ein Stau mit Seeblick.
Gmunden verlassen, der Traun entlang, durch Ebensee nicht beschleunigen. Bad Ischl als Kaffee, nicht als Shopping. Von dort nach Süden nur, wenn der Himmel hält. Bei Föhn die Berge klar, die Fahrer ungeduldig — beides gleichzeitig ist unangenehm.
Reihenfolge
Nicht See für See abhaken. Ein See am Morgen, ein Tal am Vormittag, ein Halt ohne Foto. Wer drei Postkartenwinkel an einem Tag will, fährt am Ende nur Schilder.
Der Attersee ist länger, als die Karte zeigt, wenn man ihm folgt statt ihn zu queren. Das ist erlaubt. Es ist sogar die bessere Idee.
Was stört
Wohnmobile auf engen Uferstraßen, die nicht können, aber müssen. Radgruppen ohne Abstand. Parken in Kurven, weil „nur kurz der See“.
Wir halten, wo eine Bucht das hergibt. Sonst fahren wir weiter. Der See bleibt. Die Geduld nicht.
Saison
April kann leer und kalt sein — gut. August ist Arbeit. September bringt Licht, das die Hänge hart zeichnet, und weniger Reisebusse. Winter: Uferstraßen ja, Pässe prüfen. Glätte am Schattenhang, auch wenn der Ort noch ohne Schnee wirkt.
Anfahrt ab Wien über die A1 ist der unromantische Teil. Ihn nicht weglügen. Ihn früh legen.
Wer Hallstatt fotografiert, hat oft die Strecke verpasst. Die Strecke war der Morgen am Traunsee.